Chlamydien

Chlamydien frühzeitig behandeln

Chlamydien sind während ihrer Vermehrung von einer Hülle umgeben. Der Name kommt vom griechischen Wort für Mantel. Das Trachom ist eine von Chlamydia trachomatis hervorgerufene Entzündung der Binde- und Hornhaut des Auges, die zu Erblindung führen kann. Diese (Trachom-) Augenerkrankung ist bei uns allerdings extrem selten.

Chlamydien sind sehr kleine, rundliche Bakterien (in der ansteckenden Form nur 0.3 µm groß), die sich im Inneren anderer Zellen vermehren können. Infektionen mit Chlamydien sind weltweit die häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten. Diese sind in der westlichen Welt sehr verbreitet ist.

Welche Symptome hat die Chlamydieninfektion?

Beim Mann: Manchmal keine. Schmerzen beim Harnlassen, Hodenschmerzen, Entzündung um die Penisöffnung herum, vielleicht Schleimausfluss, Bindehautentzündung des Auges. Beschwerden kommen und gehen.

Bei der Frau: Meist keine! Leichter Schleimausfluss, Schmerzen beim Harnlassen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,  Bauchschmerzen, Zwischenblutungen, Bindehautentzündung des Auges.

Wann treten die Symptome auf (, wenn sie denn auftreten)?

Ab 1-2 Wochen nach der Ansteckung.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Direkter Personenkontakt: fast ausschließlich durch sexuellen Kontakt. Bei der Geburt ist die Übertragung von der Mutter auf das Kind möglich. Da dies für das Kind schwerwiegende Folgen haben kann, ist in der Schwangerenvorsorge ein Test zum Ausschluss einer Chlamydieninfektion vorgesehen.

Wie wird die Erkrankung behandelt?

Die Infektion kann mit Antibiotika erfolgreich bekämpft werden. Wichtig ist die Partnermitbehandlung, um so genannte Ping-Pong-Infektionen auszuschließen.



Langzeitfolgen ohne Therapie:

Entzündung des Nebenhodens, der Prostata, Erektionsstörungen, Gelenksentzündungen (Arthritis), Bindehautentzündung des Auges und Zeugungsunfähigkeit beim Mann.
Bei  Frauen kann diese Infektion neben chronischen Unterleibsbeschwerden, Sterilität (Unfruchtbarkeit), Eileiterschwangerschaften, Urethritis (Harnröhrenentzündung), Zervizitis (Entzündung des Gebärmutterhalses) verursachen. Bei beiden Geschlechtern können sie in einem späteren Stadium auch schwer behandelbare Gelenkbeschwerden verursachen. Viele Gelenkbeschwerden bei älteren Personen sind auf unbehandelte Chlamydieninfektionen zurück zu führen.

Das Problem einer Chlamydieninfektion besteht darin, dass sie in über 90 % der Fälle zunächst fast ohne Symptome verläuft. Da diese Infektion heutzutage mit Antibiotika behandel- und heilbar  ist, kommt, um Spätschäden zu vermeiden, einer frühzeitigen Diagnostik große Bedeutung zu!

Unabhängig von einem eventuellen Kinderwunsch sehen wir die Bekämpfung einer Chlamydieninfektion jederzeit aus o. g. Gründen für sinnvoll an.

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